»Leah«, flüsterte er leise. »Leah! Leah!« Immer wieder entfloh der Name aus seinem Mund. Ich kannte sie nicht. Ich kannte niemanden, der diesen Namen besaß. Bisher hatte er mir auch nie von einer Person erzählt, die so hieß.
»Komm zurück! Verlass mich nicht.« Beruhigend strich ich ihm über den Kopf. Die Bewegungen schienen ihn allerdings keinesfalls zu beeinflussen. Weiterhin hatte er seine Augen geschlossen und wühlte unaufhörlich mit seinen Händen durch die Bettdecke. Sein Körper wälzte sich darin und der Schweiß tropfte förmlich von seiner Stirn.
»Leah!« Abermals dieser Name. Es machte mich verrückt nicht zu wissen, zu welcher Person er gehörte. Bisher hatte er mir nie etwas über seine Freunde oder Bekannten erzählt. Ich hatte ihn darüber auch nie ausgefragt. Ich wollte, dass er mir alles aus eigenem Willen erzählte und sich nicht dazu gezwungen fühlte.
»Geh nicht!« Seine Worte sendeten mir Schauer über den Rücken, denn er sprach sie so verzweifelt aus, dass es keinen normalen Menschen hätte kalt lassen können.
Ich konnte das Gefühl, ihn aufwecken zu müssen, nicht länger unterdrücken. Daher versuchte ich durch sanftes Rütteln seiner Schulter ihn aus den Albträumen zu reißen. Als er nach einigen Minuten noch immer keine Anstalten zu machen aus seinen Albträumen zu erwachen, griff ich zu härteren Mitteln und umfasste seinen Oberarm mit sehr viel mehr Kraft.
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